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Mario Röllig

 

Mario Röllig absolvierte nach dem Oberschulabschluss eine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Nach seinem Coming-out als Homosexueller befreundete er sich im Alter von 17 Jahren mit einem West-Berliner Politiker. Mitarbeiter des MfS versuchten ihn daraufhin als inoffiziellen Mitarbeiter anzuwerben. Weil er dies ablehnte, wurde er massiv unter Druck gesetzt. 1987 versuchte er deshalb, über Ungarn nach Jugoslawien zu fliehen. Die ungarische Grenzpolizei verhaftete Röllig und übergab ihn dem DDR-Staats-sicherheitsdienst. Daraufhin kam er für drei Monate in das Untersuchungsgefängnis nach Berlin-Hohenschönhausen. Nach seiner Entlassung erfuhr er persönliche und berufliche Repressalien, so dass er umgehend einen Ausreiseantrag stellte. Anfang 1988 nahm er an oppositionellen Veranstaltungen innerhalb der evangelischen Kirche teil. Nach einem Protestbrief an Erich Honecker wurde er schließlich 1988 aus der DDR ausgebürgert. Heute setzt er sich öffentlich mit seiner Geschichte auseinander und engagiert sich in der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sowie in Schüler- und Kunstprojekten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Das Gespräch führte eine Schülerin des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock.

 

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